TIMS – Taunus International Montessori School
Parent Guide

Frisch gekocht in der eigenen Küche: Kindergarten-Essen an der TIMS

4 Min. Lesezeit
Der Koch der TIMS neben einem Korb mit frischem Gemüse

An der TIMS in Oberursel kocht unser eigener Koch jeden Tag frisch vor Ort – manchmal sogar mit Gemüse, das die Kinder selbst im Schulgarten geerntet haben.

Warum Kindergarten-Essen wichtiger ist, als man denkt

Wenn Eltern einen Kindergarten besichtigen, schauen sie meist zuerst auf die Räume, die Gruppen und die Erzieherinnen und Erzieher. Fragen zum Essen kommen oft erst später. Dabei verbringen Kinder in der Ganztagsbetreuung einen großen Teil ihres Tages im Kindergarten – und mit Vormittagssnack, warmem Mittagessen und Nachmittagssnack essen sie dort einen großen Teil ihrer täglichen Nahrung.

Gutes Essen gibt Kindern Energie zum Lernen, Bewegen und Spielen. Gemeinsame Mahlzeiten sind zugleich Lernmomente: Die Kinder üben Selbstständigkeit, indem sie selbst den Tisch decken, dazu Tischmanieren, Gespräche und Teilen. Wie ein Kindergarten seine Mahlzeiten organisiert, sagt deshalb viel über seinen Umgang mit Kindern im Alltag aus.

Eigene Küche statt Catering

Wir haben eine voll ausgestattete Küche im Haus und unseren eigenen Schulkoch, der jeden Tag frisch vor Ort kocht und Frühstück, Mittagessen und Nachmittagssnacks zubereitet.

Weil alles täglich frisch zubereitet wird, kann sich der Speiseplan nach der Saison richten und das verwenden, was gerade am frischesten und besten ist. Wo immer möglich, verwendet unser Koch Bio-Zutaten.

Vom Schulgarten auf den Teller

Was das Essen an der TIMS besonders macht, beginnt draußen: Wir haben unseren eigenen Gemüsegarten. Die Kinder pflanzen saisonales Gemüse wie Kartoffeln und Obst wie Erdbeeren. Sie gießen und pflegen die Pflanzen und ernten am Ende selbst. Die Ernte bringen sie in die Küche, und unser Koch macht daraus ihr Mittagessen. Manchmal helfen sie dem Koch oder bereiten mit ihren Erzieherinnen und Erziehern in der Gruppe kleine Snacks zu, zum Beispiel Gemüsepfannkuchen.

Diese Verbindung vom Garten auf den Teller hat echten pädagogischen Wert. Die Kinder sehen, woher Lebensmittel kommen, wie lange etwas zum Wachsen braucht und wie viel Pflege es benötigt. Ein Kind, das eine Pflanze selbst großgezogen hat, probiert ihr Gemüse oft mit ganz anderer Neugier. Ganz nebenbei entwickeln die Kinder eine natürliche Wertschätzung für frisches, gesundes Essen und ein erstes Verständnis für Nachhaltigkeit.

Das Wochenmenü: Transparenz für Eltern

Eltern möchten wissen, was ihr Kind mittags isst – sei es, um abends nicht dasselbe Gericht zu kochen, oder einfach, um gemeinsam darüber zu sprechen. Deshalb veröffentlicht die TIMS das aktuelle Wochenmenü auf unserer Seite Essen & Wohlbefinden. Dort gibt es das Menü auch als PDF zum Herunterladen und in mehreren Sprachen, sodass auch Familien, die gerade erst nach Deutschland gezogen sind, es problemlos lesen können.

Tipp

Schauen Sie sich das Menü gemeinsam mit Ihrem Kind an. Kinder wissen gern, was sie erwartet – und sie erzählen zu Hause oft mehr vom Mittagessen, wenn sie vorher schon darüber gesprochen haben.

So sieht eine Mahlzeit an der TIMS aus

In einer Montessori-Umgebung sind Mahlzeiten kein Pflichtpunkt, den man abhakt. Sie sind Teil des Lernens. Die Kinder beteiligen sich altersgerecht:

  • Tisch decken: Teller, Becher und Besteck an ihre Plätze tragen und das Essen aus der Küche in den Gruppenraum bringen.
  • Auftun: Je nach Alter nehmen sich die Kinder selbst oder helfen, anderen aufzutun.
  • Gemeinsam essen: eine ruhige Atmosphäre zum Erzählen, Fragen und Zuhören.
  • Aufräumen: Geschirr abräumen, den eigenen Platz säubern und auf die Bedürfnisse der Gruppe achten.

So entstehen Selbstständigkeit, Feinmotorik, Verantwortungsgefühl und Respekt vor anderen – dieselben Fähigkeiten, die die Montessori-Pädagogik auch im Gruppenraum fördert. Mehr über den Tagesablauf lesen Sie auf unserer Seite Montessori & Schulleben.

Auch kleine Wohlfühl-Routinen gehören zu jedem Tag: Händewaschen vor dem Essen und Zähneputzen nach dem Mittagessen.

Sicherheit zuerst: Allergien und Hygiene

Frisch zu kochen bedeutet auch, Verantwortung zu übernehmen. Die TIMS achtet sorgfältig auf Allergien, Hygiene und altersgerechte Mahlzeiten. Wir bitten Familien, Informationen zu Allergien und besonderen Ernährungsbedürfnissen vor dem Start ihres Kindes und bei jeder Änderung an das Schulbüro weiterzugeben. Die TIMS ist eine nussfreie Einrichtung.

Häufig gestellte Fragen

Wird das Essen an der TIMS geliefert?
Nein. Die TIMS hat eine eigene Küche und einen eigenen Koch, der jeden Tag frisch vor Ort kocht.
Wo sehe ich, was mein Kind isst?
Das aktuelle Wochenmenü steht auf unserer Seite Essen & Wohlbefinden, auch als PDF und in mehreren Sprachen.
Verwenden Sie Bio-Lebensmittel?
Ja, wo immer möglich. Ein Teil des Gemüses kommt außerdem aus unserem eigenen Schulgarten.
Was ist, wenn mein Kind eine Allergie hat?
Bitte informieren Sie das Schulbüro vor dem Start Ihres Kindes über Allergien und Ernährungsbedürfnisse. Die TIMS achtet sorgfältig auf Allergien und ist nussfrei.

Sehen, riechen und schmecken Sie selbst

Den Alltag an der TIMS erleben Sie am besten persönlich – inklusive unserer Küche und unseres Gartens.

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