Bilinguale Kita, englischsprachiger Kindergarten, internationale Vorschule: Die Begriffe klingen ähnlich, stehen aber für sehr unterschiedliche Ansätze bei Sprache, Tagesablauf und Schulkultur.
Wenn Familien im Raum Frankfurt und Taunus nach einer Betreuung für ihre kleinen Kinder suchen – ob sie aus dem Ausland zuziehen oder bereits in Orten wie Oberursel, Bad Homburg, Kronberg oder Frankfurt leben –, begegnen sie vielen Begriffen. Bezeichnungen wie bilinguale Kita, englischsprachiger Kindergarten oder internationale Vorschule werden oft gleichbedeutend verwendet, stehen aber für grundlegend verschiedene Ansätze bei Sprache, Tagesablauf und Schulkultur.
Die richtige Umgebung für die prägenden Jahre zwischen 1 und 6 zu finden, gehört zu den wichtigsten Entscheidungen, die Eltern treffen. Neben Räumlichkeiten und Öffnungszeiten ist für die meisten Familien die Sprachstruktur der entscheidende Ausgangspunkt: Soll es ein strikt 50/50-bilinguales Modell sein oder ein Modell mit Englisch als Hauptsprache?
Das Sprachspektrum: 50/50-bilingual oder vollständige englische Immersion
Wer versteht, wie Sprachen im Alltag gelebt werden, kann das Konzept einer Einrichtung besser mit den Zielen der eigenen Familie abgleichen.
1. Das 50/50-bilinguale Modell
In einem klassischen bilingualen Kindergarten werden zwei Sprachen – meist Deutsch und Englisch – gleichmäßig über die Woche verteilt oder nach dem Prinzip „Eine Person, eine Sprache“ (OPOL) aufgeteilt.
- Für wen es am besten passt: Familien, für die beide Sprachen von Anfang an gleich wichtig sind, oft weil langfristig der direkte Übergang an eine staatliche deutsche Grundschule geplant ist.
- Zu bedenken: Für internationale Kinder, die weder Deutsch noch Englisch sprechen, kann es in der Eingewöhnungsphase unnötig anstrengend sein, zwei völlig neue Sprachen gleichzeitig zu verarbeiten.
2. Das Modell der englischen Immersion („Sprachbad“)
In einer Immersionsumgebung ist Englisch die lebendige Hauptsprache des Tages. Kinder lernen Wortschatz und Grammatik im Zusammenhang – im Morgenkreis, beim freien Spiel, bei Übungen des praktischen Lebens und beim gemeinsamen Mittagessen – und nehmen die Sprache so natürlich auf, wie sie ihre ersten Wörter gelernt haben.
- Für wen es am besten passt:
- Expat-Familien: mobile internationale Familien, die eine weltweit tragfähige Sprachgrundlage brauchen, damit die Bildung ihrer Kinder nahtlos weitergeht, wohin das Leben sie auch führt.
- Deutsche Familien: Familien von hier, die die frühe Lernfähigkeit des Gehirns nutzen möchten, damit ihre Kinder ganz natürlich fließend Englisch lernen. Weil zu Hause und im Umfeld Deutsch gesprochen wird, behalten die Kinder ihre Muttersprache und lernen die zweite Sprache mühelos dazu.
Das TIMS-Modell: eine globale Englisch-Grundlage mit echten Wurzeln im Gastland
An der TIMS (Taunus International Montessori School e.V.) folgen wir keinem starren 50/50-Modell. Stattdessen bieten wir eine Umgebung mit Englisch als Hauptsprache, die wir bewusst mit Deutsch und kultureller Verankerung verbinden.
In unserer Gemeinschaft kommen mehr als 20 Nationalitäten zusammen. Englisch ist die natürliche Brücke, die alle verbindet, ohne Kinder zu überfordern, die ohne Englischkenntnisse beginnen.
Unser Sprachkonzept ruht auf drei ausgewogenen Säulen:
- Englisch als Hauptsprache für natürliche, weltweit nutzbare Sprachkompetenz: Mit englischen Muttersprachlerinnen und Muttersprachlern im Team finden Gruppenalltag, Geschichten, Bibliothekszeit und Morgenkreis auf Englisch statt. So nehmen die Kinder Hörverstehen, Sprechen und erste Lese- und Schreibfähigkeiten in ihrem eigenen Tempo auf. Mehr dazu in unserem Curriculum.
- Integrierter Deutschunterricht und deutschsprachige Fachkräfte: In Deutschland zu leben heißt, sich mit dem Gastland verbunden zu fühlen. Die TIMS bietet an drei Tagen pro Woche eigene Deutscheinheiten mit unserer Deutsch-Fachkraft, einen deutschen Morgenkreis und einen optionalen deutschen Buchclub am Nachmittag (siehe unsere Nachmittagsangebote).
- Deutsche Kultur neben globalen Traditionen: Wir verwurzeln unsere internationale Gemeinschaft in der Kultur vor Ort. Die Kinder erleben traditionelle Feste wie den Laternenumzug an St. Martin und Fasching ebenso wie internationale Feiern – und fühlen sich so in Hessen zu Hause.
Der Montessori-Unterschied: Wie selbstbestimmtes, altersgemischtes Lernen die Sprache fördert
Was die TIMS von anderen Kindergärten im Taunus unterscheidet, ist die Art, wie unsere Pädagogik das Sprachenlernen unterstützt. In einer Montessori-Umgebung sitzen Kinder nicht passiv im Sprachunterricht – sie erwerben Sprache durch Tun, praktisches Leben und soziale Beziehungen.
- Vom Kind geleitetes Entdecken: Begleitet von langjährigen, familiär vertrauten Pädagoginnen und Pädagogen arbeiten die Kinder in ungestörten Arbeitsphasen und wählen selbst sensorische, mathematische und lebenspraktische Materialien. Sprache ist dabei ganz natürlich mit Gegenständen und echten Aufgaben verbunden.
- Altersgemischte Gruppen (3 bis 6 Jahre): In unseren Kindergartengruppen lernen jüngere Kinder Wörter, indem sie die Älteren beobachten, während die Älteren Selbstvertrauen, Verantwortung und Kommunikationsfähigkeit gewinnen, wenn sie den Jüngeren helfen.
- Eine sichere, familiäre Atmosphäre: Kleine Gruppen und eine fürsorgliche Umgebung sorgen dafür, dass Kinder, die neu im Englischen sind, nie unter Druck geraten, zu sprechen, bevor sie bereit sind. Die individuelle Begleitung durch ihre Erzieherinnen und Erzieher hilft ihnen, Tag für Tag echtes Selbstvertrauen aufzubauen.
Fazit: Erleben Sie die TIMS-Gemeinschaft selbst
Bei der Wahl zwischen einem bilingualen und einem englischsprachigen Kindergarten geht es darum, die Umgebung zu finden, in der Ihr Kind sich sicher fühlt, neugierig ist und wachsen möchte. Die TIMS verbindet internationale Offenheit, starke deutsche Wurzeln und eine bewährte Montessori-Grundlage – in einer warmen, familiären Schulgemeinschaft mitten in Oberursel.
Wir laden Eltern von hier und aus aller Welt ein, unseren Kindergarten zu besuchen, die vorbereiteten Gruppenräume und unseren grünen Garten zu sehen und den Unterschied der TIMS selbst zu erleben. Mehr erfahren Sie auch über unsere internationale Gemeinschaft, unseren Standort und unsere Gebühren.




