TIMS – Taunus International Montessori School
Zweisprachige Erziehung

Bilingual oder englische Immersion? Internationale frühkindliche Bildung in Frankfurt und im Taunus

5 Min. Lesezeit
Zwei Kinder bauen gemeinsam den Montessori-Rosa-Turm in einem Gruppenraum der TIMS

Bilinguale Kita, englischsprachiger Kindergarten, internationale Vorschule: Die Begriffe klingen ähnlich, stehen aber für sehr unterschiedliche Ansätze bei Sprache, Tagesablauf und Schulkultur.

Wenn Familien im Raum Frankfurt und Taunus nach einer Betreuung für ihre kleinen Kinder suchen – ob sie aus dem Ausland zuziehen oder bereits in Orten wie Oberursel, Bad Homburg, Kronberg oder Frankfurt leben –, begegnen sie vielen Begriffen. Bezeichnungen wie bilinguale Kita, englischsprachiger Kindergarten oder internationale Vorschule werden oft gleichbedeutend verwendet, stehen aber für grundlegend verschiedene Ansätze bei Sprache, Tagesablauf und Schulkultur.

Die richtige Umgebung für die prägenden Jahre zwischen 1 und 6 zu finden, gehört zu den wichtigsten Entscheidungen, die Eltern treffen. Neben Räumlichkeiten und Öffnungszeiten ist für die meisten Familien die Sprachstruktur der entscheidende Ausgangspunkt: Soll es ein strikt 50/50-bilinguales Modell sein oder ein Modell mit Englisch als Hauptsprache?

Das Sprachspektrum: 50/50-bilingual oder vollständige englische Immersion

Wer versteht, wie Sprachen im Alltag gelebt werden, kann das Konzept einer Einrichtung besser mit den Zielen der eigenen Familie abgleichen.

1. Das 50/50-bilinguale Modell

In einem klassischen bilingualen Kindergarten werden zwei Sprachen – meist Deutsch und Englisch – gleichmäßig über die Woche verteilt oder nach dem Prinzip „Eine Person, eine Sprache“ (OPOL) aufgeteilt.

  • Für wen es am besten passt: Familien, für die beide Sprachen von Anfang an gleich wichtig sind, oft weil langfristig der direkte Übergang an eine staatliche deutsche Grundschule geplant ist.
  • Zu bedenken: Für internationale Kinder, die weder Deutsch noch Englisch sprechen, kann es in der Eingewöhnungsphase unnötig anstrengend sein, zwei völlig neue Sprachen gleichzeitig zu verarbeiten.

2. Das Modell der englischen Immersion („Sprachbad“)

In einer Immersionsumgebung ist Englisch die lebendige Hauptsprache des Tages. Kinder lernen Wortschatz und Grammatik im Zusammenhang – im Morgenkreis, beim freien Spiel, bei Übungen des praktischen Lebens und beim gemeinsamen Mittagessen – und nehmen die Sprache so natürlich auf, wie sie ihre ersten Wörter gelernt haben.

  • Für wen es am besten passt:
    • Expat-Familien: mobile internationale Familien, die eine weltweit tragfähige Sprachgrundlage brauchen, damit die Bildung ihrer Kinder nahtlos weitergeht, wohin das Leben sie auch führt.
    • Deutsche Familien: Familien von hier, die die frühe Lernfähigkeit des Gehirns nutzen möchten, damit ihre Kinder ganz natürlich fließend Englisch lernen. Weil zu Hause und im Umfeld Deutsch gesprochen wird, behalten die Kinder ihre Muttersprache und lernen die zweite Sprache mühelos dazu.

Das TIMS-Modell: eine globale Englisch-Grundlage mit echten Wurzeln im Gastland

An der TIMS (Taunus International Montessori School e.V.) folgen wir keinem starren 50/50-Modell. Stattdessen bieten wir eine Umgebung mit Englisch als Hauptsprache, die wir bewusst mit Deutsch und kultureller Verankerung verbinden.

In unserer Gemeinschaft kommen mehr als 20 Nationalitäten zusammen. Englisch ist die natürliche Brücke, die alle verbindet, ohne Kinder zu überfordern, die ohne Englischkenntnisse beginnen.

Unser Sprachkonzept ruht auf drei ausgewogenen Säulen:

  • Englisch als Hauptsprache für natürliche, weltweit nutzbare Sprachkompetenz: Mit englischen Muttersprachlerinnen und Muttersprachlern im Team finden Gruppenalltag, Geschichten, Bibliothekszeit und Morgenkreis auf Englisch statt. So nehmen die Kinder Hörverstehen, Sprechen und erste Lese- und Schreibfähigkeiten in ihrem eigenen Tempo auf. Mehr dazu in unserem Curriculum.
  • Integrierter Deutschunterricht und deutschsprachige Fachkräfte: In Deutschland zu leben heißt, sich mit dem Gastland verbunden zu fühlen. Die TIMS bietet an drei Tagen pro Woche eigene Deutscheinheiten mit unserer Deutsch-Fachkraft, einen deutschen Morgenkreis und einen optionalen deutschen Buchclub am Nachmittag (siehe unsere Nachmittagsangebote).
  • Deutsche Kultur neben globalen Traditionen: Wir verwurzeln unsere internationale Gemeinschaft in der Kultur vor Ort. Die Kinder erleben traditionelle Feste wie den Laternenumzug an St. Martin und Fasching ebenso wie internationale Feiern – und fühlen sich so in Hessen zu Hause.

Der Montessori-Unterschied: Wie selbstbestimmtes, altersgemischtes Lernen die Sprache fördert

Was die TIMS von anderen Kindergärten im Taunus unterscheidet, ist die Art, wie unsere Pädagogik das Sprachenlernen unterstützt. In einer Montessori-Umgebung sitzen Kinder nicht passiv im Sprachunterricht – sie erwerben Sprache durch Tun, praktisches Leben und soziale Beziehungen.

  • Vom Kind geleitetes Entdecken: Begleitet von langjährigen, familiär vertrauten Pädagoginnen und Pädagogen arbeiten die Kinder in ungestörten Arbeitsphasen und wählen selbst sensorische, mathematische und lebenspraktische Materialien. Sprache ist dabei ganz natürlich mit Gegenständen und echten Aufgaben verbunden.
  • Altersgemischte Gruppen (3 bis 6 Jahre): In unseren Kindergartengruppen lernen jüngere Kinder Wörter, indem sie die Älteren beobachten, während die Älteren Selbstvertrauen, Verantwortung und Kommunikationsfähigkeit gewinnen, wenn sie den Jüngeren helfen.
  • Eine sichere, familiäre Atmosphäre: Kleine Gruppen und eine fürsorgliche Umgebung sorgen dafür, dass Kinder, die neu im Englischen sind, nie unter Druck geraten, zu sprechen, bevor sie bereit sind. Die individuelle Begleitung durch ihre Erzieherinnen und Erzieher hilft ihnen, Tag für Tag echtes Selbstvertrauen aufzubauen.

Fazit: Erleben Sie die TIMS-Gemeinschaft selbst

Bei der Wahl zwischen einem bilingualen und einem englischsprachigen Kindergarten geht es darum, die Umgebung zu finden, in der Ihr Kind sich sicher fühlt, neugierig ist und wachsen möchte. Die TIMS verbindet internationale Offenheit, starke deutsche Wurzeln und eine bewährte Montessori-Grundlage – in einer warmen, familiären Schulgemeinschaft mitten in Oberursel.

Wir laden Eltern von hier und aus aller Welt ein, unseren Kindergarten zu besuchen, die vorbereiteten Gruppenräume und unseren grünen Garten zu sehen und den Unterschied der TIMS selbst zu erleben. Mehr erfahren Sie auch über unsere internationale Gemeinschaft, unseren Standort und unsere Gebühren.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen einer bilingualen Kita und einem Kindergarten mit englischer Immersion?
Eine bilinguale Kita nutzt zwei Sprachen, meist Deutsch und Englisch, etwa 50/50 über die Woche verteilt oder nach Personen aufgeteilt: Jede Fachkraft spricht immer dieselbe Sprache („Eine Person, eine Sprache“). Bei englischer Immersion ist Englisch die gemeinsame Sprache des ganzen Tages – im Morgenkreis, beim Spielen, im praktischen Leben und bei den Mahlzeiten. Die Kinder lernen sie aus dem Zusammenhang, so wie ihre ersten Wörter.
Ist die TIMS eine bilinguale Kita?
Nicht im strengen 50/50-Sinn. Die TIMS ist ein Montessori-Kindergarten mit englischer Immersion und englischsprachigen Muttersprachlerinnen und Muttersprachlern im Team. Deutsch ist bewusst eingebaut: Einheiten mit unserer Deutsch-Fachkraft an drei Tagen pro Woche, ein deutscher Morgenkreis und ein optionaler deutscher Buchclub am Nachmittag.
Welches Modell passt zu einer internationalen Familie, die weder Deutsch noch Englisch spricht?
Zwei neue Sprachen gleichzeitig zu lernen, kann für ein Kind in der Eingewöhnung viel sein. Mit Englisch als gemeinsamer Brückensprache finden Kinder aus mehr als 20 Nationalitäten zuerst ihren Platz – Deutsch kommt dann Schritt für Schritt dazu.
Verlernt mein deutschsprachiges Kind in einem Kindergarten mit englischer Immersion sein Deutsch?
Nein. Zu Hause und im Umfeld wird Deutsch gesprochen, so behalten die Kinder ihre Erstsprache. Dazu lernen sie natürliches, fließendes Englisch in einem Alter, in dem sie für Sprachen besonders offen sind.
Muss mein Kind sofort Englisch sprechen?
Nein. Kleine Gruppen, eine familiäre Atmosphäre und langjährige Pädagoginnen und Pädagogen lassen jedes Kind dann sprechen, wenn es bereit ist. Jedes Niveau – von Muttersprachlern bis zu völligen Anfängern – wird individuell begleitet.
Wie hilft Montessori Kindern beim Sprachenlernen?
Kinder lernen Sprache durch Tun. In langen, ungestörten Arbeitsphasen wählen sie selbst Materialien zum Anfassen, sodass Wörter mit echten Gegenständen und Aufgaben verbunden sind. In altersgemischten Gruppen lernen die Jüngeren durch Zuschauen von den Älteren, und die Älteren gewinnen Selbstvertrauen, indem sie helfen.
Welche Altersgruppen nimmt die TIMS auf?
Kinder von 1 bis 6 Jahren. Die Toddlergruppe ist für Kinder von 12 bis 36 Monaten, und drei altersgemischte Kindergartengruppen nehmen Kinder ab 3 Jahren bis zum Schuleintritt auf.
Bereitet die TIMS auf deutsche oder internationale Schulen vor?
Ja. Je älter die Kinder werden, desto gezielter arbeiten sie – je nach Entwicklungsstand – an ersten Lese-, Schreib- und Mathefähigkeiten. Das bereitet sie auf internationale Schulen ebenso vor wie auf deutsche Grundschulen.
Erleben die Kinder an der TIMS auch deutsche Kultur?
Ja. Die Kinder feiern Traditionen von hier wie den Laternenumzug an St. Martin und Fasching – zusammen mit den internationalen Festen unserer Schulgemeinschaft.
Wo liegt die TIMS, und ist sie von Frankfurt aus gut erreichbar?
Die TIMS liegt in Oberursel, nahe Bad Homburg, Kronberg und Königstein. Die S-Bahn-Station der S5, die direkt nach Frankfurt fährt, ist zwei Gehminuten entfernt.

Möchten Sie unsere Gruppenräume live erleben?

Lernen Sie unser Team kennen, sehen Sie die vorbereiteten Räume und den Garten und finden Sie heraus, ob die TIMS zu Ihrem Kind passt.

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